Ich weiß noch, daß meine Mutter sich wirklich alle Mühe gegeben hat, mir die Freude am Lesen
zu vermitteln. Ja, wenn damals schon Harry Potter existiert hätte, vielleicht...?? Aber nein, sie hatte schon die richtige Auswahl an Büchern getroffen. Ich war als Kind und Jugendliche einfach zu faul zum Lesen und hatte andere Flausen im Kopf. Viele (ganz viele) Jahre später schwatzte mir dann jemand so einen Buchclub-Vertrag auf, und so wurde ich gezwungen ab und an ein Buch zu kaufen. Nachdem sich dann etliche Koch-und Sachbücher stapelten, dachte ich, warum nicht mal einen Krimi lesen, wo ich doch so gerne Krimis gucke! Der Gedanke war gut,das Buch noch besser und ich infiziert!
Sehr gerne gelesen habe ich die Krimis von Minette Walters, Henning Mankell, Elizabeth George und Ake Edwardson. Diese Krimileserei plänkelte dann so vor sich hin, Bücher, die man so nebenbei lesen kann, aber trotzdem spannend. Irgendwann traute ich mich dann auch mal an etwas anspruchsvollere Literatur.
Eine Schriftstellerin, die mir mit ihren Romanen ganz eindringlich unter die Haut geht, ist die Kanadierin Margaret Atwood.Gelesen habe ich:
Der Report der Magd
Klappentext
"Im Jahr 2195 sind die Frauen
eines totalitären Staates in Klassen eingeteilt. Sie
fungieren als Hausfrauen, Gebärmaschinen und
Sklavinnen. Doch die Magd Desfred, die einem
Kommandanten und seiner kinderlosen Frau zugeteilt
wurde, hat sich ihre Phantasie und Hoffnung auf ein
anderes Leben bewahrt."
Eine echt beklemmende Geschichte, besonders bedrückend, weil alles was Margaret Atwood beschreibt so ähnlich schon passiert ist! Der Roman wurde unter dem Titel
" Die Geschichte einer Dienerin" von Volker Schlöndorf verfilmt.
Die Räuberbraut
Klappentext
Zenia ist schön, intelligent, lebenshungrig und die personifizierte
Bösartigkeit. Selbst ihre drei besten Freundinnen sind vor ihren
Gemeinheiten nicht sicher. Zenia hat sich ihr Vertrauen erschlichen und
sich dann der Ehemänner bemächtigt. Als Zenia stirbt, nehmen die
Freundinnen erleichtert an der Beerdigung teil und seither begehen sie
diesen Tag gemeinsam und reden von der Vergangenheit. Und aus dieser
Vergangenheit taucht Zenia plötzlich wieder auf, der Alptraum beginnt
aufs neue.
Herrlich fies und bösartig, der will Frau nicht begegnen!
alias Grace
Klappentext
Toronto, 1843: Das junge Dienstmädchen Grace wird mit sechzehn des
Doppelmordes an ihren Arbeitgebern schuldig gesprochen. In letzter
Sekunde wandelt das Gericht ihr Todesurteil in eine lebenslange
Gefängnisstrafe um. Sie verbringt Jahre hinter Gittern, bis man sie
schließlich entlässt. Im Haushalt des Anstaltdirektors begegnet sie dem
Nervenarzt Simon, der ihrer Geschichte auf den Grund gehen will: Ist
Grace eine gemeingefährliche Verbrecherin oder unschuldig?
Interessant für Patchworker, die Kapitelüberschriften sind Bezeichnungen traditioneller Patchworkmuster,die Grace in einem Quilt vernäht.
Der blinde Mörder
Klappentext
Die Schwestern Laura und Iris wachsen in den 1930er Jahren als Töchter
eines wohlhabenden Knopffabrikanten im Norden Kanadas auf. Während der
Depression geht es der Fabrik zunehmend schlechter, doch die Schwestern
sind vor allem mit ihren romantischen Gefühlen für den
Gewerkschaftsagitator Alex Thomas beschäftigt. Als dieser einige Jahre
später im Krieg stirbt, stürzt sich Laura mit dem Auto von einer Brücke
und ist sofort tot. Zurück bleibt ein Manuskript mit dem Titel Der
blinde Mörder, das Laura postum berühmt macht. Doch ist sie wirklich die
Autorin?
Eine tragische Familiengeschichte, die sich über mehr als 100 Jahre erstreckt. Die Handlungen kunstvoll ineinander verschachtelt. Ein Roman im Roman.